24. März 2020

Ausgleich für Verdienstausfall


"Viele Familien wissen im Moment nicht mehr, wo vorne und hinten ist. Ein Spagat zwischen Heimunterricht, Langeweile und Frustration bei den Kleinen und finanziellen Sorgen bei den Großen muss irgendwie bewältigt werden. Eltern müssen zu Hause für die Kinder sorgen und deshalb oft Verdienstausfälle hinnehmen. Der Staat hilft jetzt mit einem finanziellen Ausgleich.

Bisher mussten Eltern aufgrund der Kita- und Schulausfälle entweder unbezahlten Urlaub nehmen, Überstunden abbauen oder ihre Arbeitsstunden deutlich verringern. Damit die Betreuung zu Hause keine zu große finanzielle Belastung wird, will der Staat jetzt eine Entschädigung zahlen.

Aus aktuellen Medienberichten geht hervor, dass die Hilfe für Eltern im Zuge eines Maßnahmenpakets zur Coronakrise beschlossen werden soll. Am Montag (23.03.) wurden die Regelungen vom Bundeskabinett auf den Weg gebracht. Sie müssen nun noch von Bundestag und Bundesrat beschlossen werden und können dann von Betroffenen genutzt werden."

Eltern, die jetzt Einkommen verlieren, weil sie zu Hause bei den Kindern bleiben müssen, sollen bis zu 67 Prozent ihres Nettoeinkommens erhalten – maximal aber 2016 Euro im Monat. Der Ausgleich soll im Einzelfall für höchstens sechs Wochen gewährt werden.

Welche Voraussetzungen gelten?

Voraussetzungen für den Bezug der finanziellen Entschädigung sind 1. - dass die zu betreuenden Kinder nicht älter als 12 Jahre sind, 2. - dürfen keine anderen zumutbare Betreuungen möglich sein, etwa durch die Notbetreuung oder eines anderen Elternteils und 3. - Wer Kurzarbeitergeld erhält, soll ebenfalls keinen Anspruch auf die Leistung haben

Die Auszahlung der Entschädigung soll über die Arbeitgeber stattfinden. Diese müssen ihn bei der jeweiligen Landesbehörde beantragen.

Quelle: https://www.familienkasse-info.de